News Ballonwoche
3.12.11 - Rückblick 2011 ist online
29.8.11 - Ausstellung der Siegerbilder des Fotowettbewerbs 2010 vom 1.10. bis 8.10.2011.
16.8.10 - Endlich sind die Infos zur Ballonwoche 2011 online.

News Ballonclub
5.9.11 - Die nächste Mitgliederversammlung findet am Samstag 21. Januar 2012 wie gewohnt in Flims statt.
29.8.11 - Informationen zum Neubau Scoletta und Nutzung der Ballonwiese sind aufgeschalten.

Flims 1998 - Die Feuertaufe

Léon André

Es ist nicht das erste Mal, dass Werner und ich zusammen im Ballon-Korb stehen - bei weitem nicht. Wir haben bereits viele Wettfahrten miteinander bestritten. Und doch fühlen wir uns an diesem Morgen als absolute Greenhörner, und dies nicht ganz zuu nrecht, wie sich zeigen wird.
Trotz der mehr als engen Platzverhältnisse auf der Ballonwiese, bietet der Start kein Problem. Patrik Schmidle ist zur Eröffnung des 25. Jubiläums vorab mit einem grossen Banner gestartet.


Das Banner beim Start

Knapp über die Baumwipfel fahren wir gemütlich das Tal hinunter. Die Gegend ist wunderschön und im Verband mit den anderen 20 Ballonen fühlen wir uns so richtig wohl. Allerdings sind wir, verglichen mit den anderen Ballonen ganz rechts aussen. Als ich unsere Fahrtrichtung auf der Karte verlängere, bemerke ich, dass wir in dieser Richtung sicher keinen Landeplatz finden werden. Werner lässt unseren Ballon langsam ansteigen, bis wir eine Luftschicht erwischen, die uns langsam Richtung Strasse trägt.
Wir sehen Patrik zu, wie er - etwas höher als wir - genau in der Gegenrichtung sich zum Cresta-See tragen lässt. Über diesem beginnt er mit einem rasanten Sinkflug, um dann wenige Meter über dem Wasserspiegel den Ballon wieder aufzufangen.
Uns hat es inzwischen über die Strasse hinweg, das Tal hinunter bis zur Ebene von Trin Mulin getrieben. Die meisten unserer Kollegen sind bereits gelandet. Als Greenhörner ist wohl auch für uns Zeit, die Landung einzuleiten. Wir lassen den Ballon dem Steilhang entlang in die Tiefe fallen. Unsere Rechnung geht auf, unten zieht es uns über die Strasse hinweg hinaus auf die offene Ebene. Als wir aber hinter den Häusern zu Boden gehen möchten, bemerken wir zwei Pferde in einer Koppel, die uns schon ganz nervös beobachten - nein hier können wir nicht landen. Aber schon erfasst uns ein recht schneller Bodenwind und trägt uns zurück über die Strasse hinweg wieder gegen den Steilhang. Wir steigen und steigen und suchen eine Strömung, die uns wieder in die Ebene hinausträgt. Nichts tut sich! Schon bald würden wir die Höhe der Krete erreichen. Dies können wir nicht riskieren, da es uns sonst mit grosser Wahrscheinlichkeit ins Gebirge blasen würde. Ich halte Ausschau nach einem Landeplatz. Weit oben zwischen den Schafen, wäre eine Landung möglich. Aber unsere Nachfahrer hätten mit dem Auto und Anhänger keine Chance, uns mit unserem Ballon zurückzuholen. Bliebe nur der Helikopter. Einen solchen Einstand brauchen wir nicht.
Da - eine leichte Brise kommt auf und der Ballon beginnt eine langsame Fahrt das Tal hinunter in Richtung der Felswand. Dort müsste es doch möglich sein, sich fallen zu lassen, sodass es unten dann wieder über die Strasse hinweg ins Feld gehen müsste - oder ??
Unser Flimser Ballongötti Patrik meldet sich über Funk und bestätigt uns: "Ihr könnt Euch ganz nahe an die Felswand tragen lassen und dann absinken..." - für uns ist diese Bestätigung durch den Kenner schon sehr beruhigend. Entsprechend klappt die Landung dann auch bestens.

Erst in den nächsten Tagen, als wir von verschieden Kollegen auf unsere Fahrt angesprochen werden, bemerken wir, dass wir unsere Feuertaufe bestanden haben.

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